Frontal 3
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Die einen verfassen hoch differenzierte Fachbücher, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, das Verhalten von Menschen nachvollziehbar zu machen. Andere schreiben lange Romane, in denen wir den ganzen Reigen menschlicher (Un)Tugenden und mit etwas Phantasie auch uns selbst wiederfinden und versuchen können zu verstehen. Christine Matouschek geht einen dritten Weg: Kurz, knapp, gnadenlos lästernd und doch mit einer grundlegenden augenzwinkernden Herzlichkeit konfrontiert sie uns mit Alltagsbeobachtungen, wo wir uns und unser Umfeld wie in einem Spiegel nochmals betrachten können, wobei sie es uns überlässt, über das, was wir da sehen, herzlich zu lachen, uns zu ärgern oder auch Verständnis dafür zu gewinnen.
Sehr zu empfehlen nicht nur für generelle Skeptiker, sondern auch für Menschen mit viel Verständnis für die Realität wie sie nun mal ist, ganz nach der Aussage von Sigmund Freud: „Der Mensch ist polymorph pervers“.
Dr. Klaus Doppler



Erhältlich in jeder Buchhandlung
ISBN: 978-3-8316-1375-5
2009 · 122 Seiten broschiert, 19 x 12 cm
8,95 Euro



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Rezensionen

Frontal brutal – ehrlich amüsant
Christine Matouschek ist zurück. Die Giesinger Autorin und »Hallo München«-Kolumnistin beweist im dritten Band ihrer »Frontal«-Satirereihe wieder ihre mittlerweile berühmt-berüchtigte Beobachtungsgabe und jede Menge Sprachwitz.
Auf 119 Seiten hat Matouschek allerlei Skurriles, Lustiges und Nachdenkliches gesammelt. Betriebsausflüge, Backwaren und Beziehungen – typische Alltagssituationen eben – führen zu allerhand Erkenntnissen über Menschen, die die ehemalige Bankdirektorin immer unverblümt, gnadenlos und augenzwinkernd präsentiert.
Dabei darf der Leser oft über die originelle Interpretation vertrauter Situationen schmunzeln, manchmal bleibt ihm ab und zu das Lachen im Halse stecken – denn Matouscheks Realitäten sind schonungslos.
Maren Kowitz (Auszug aus »München erlesen« in »Hallo München« Nr. 41 vom 7. Oktober 2009)


C. Matouschek zieht schonungslos die Decke weg – ein köstlicher Blick hinter die Fassaden
Schon Martin Luther riet dem Prediger, dem Volk aufs Maul zu schauen, um zu verstehen, was Menschen eigentlich bewegt. Fazit: Wer anderen etwas vermitteln will, muss sie bei ihrer konkreten Erlebniswelt abholen. Exakt dieser Maxime folgend, ist es Christine Matouschek mal wieder hervorragend gelungen, typische Alltagssituationen wie mit einem Scheinwerfer zu erfassen und so hell auszuleuchten, dass unter ihrer konventionellen Verhüllung ihre eigentliche Normalität, Oberflächlichkeit, zuweilen auch Dummheit oder Banalität ungeschminkt zum Vorschein kommt. Das Ganze auf eine Art und Weise, die nicht auf Belehrung aus ist, die sich nicht elitär vom gemeinen Volk abhebt, sondern locker und frech, manchmal geradezu sezierend entlarvend. Nicht selten werden dabei Aspekte deutlich, um die wir im Tiefsten unseres Herzens eigentlich wissen, die wir zumindest ahnen, wegen der konventionellen Zwänge aber uns nicht (mehr) trauen, offen auszusprechen, manchmal nicht einmal anzuschauen, geschweige gezielt zu überdenken. Eine sehr erfrischende Lektüre, die zum Lachen bringt, bisweilen auch nachdenklich stimmt.
Dr. Klaus Doppler


Frontal 3 zeigt die "alte" und auch eine "neue" Christine Matouschek: geblieben ist der Humor, das genaue Hinschauen und treffsichere Analysieren - die Dialoge z.B. über den Autoschlüssel oder im Zug nach Köln sind bühnenreif.
Stärker in den Vordergrund treten jetzt aber auch Themen, die eher betroffen machen. Beim "Diebstahl in der Firma" ist eigentlich nichts mehr lustig -,was beim "Btriebsausflug" vielleicht noch so gesehen werden kann. Bei den "Gedanken im Wartezimmer" vergeht das Lachen endgültig. Die Beschreibung unseres alltäglichen Umgangs miteinander lässt es im Hals eng werden.
Die lakonischen, genauen Schilderungen unseres Menschseins sind wirklich empfehlenswert, eventuell vorhandene Illusionen haben es danach schwer.
Hildegard Müller


Frontal 3 – Wieder ein Volltreffer!
Ich bin Wiederholungstäterin in Sachen Frontal und kann nur sagen, das Warten auf Band 3 hat sich auf jeden Fall gelohnt, Frau Matouschek hat für mich wieder voll ins Schwarze getroffen. Sie schreibt ihre Erlebnisse und Anekdoten sehr unterhaltsam und anschaulich. Gepaart mit einer gehörigen Portion Humor, durchaus aber auch mal mit einem gewissen Maß an Ironie lässt sie uns an ihren Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben. So manche Begebenheiten, könnte genauso auch aus dem eigenen Umfeld sein, wer ehrlich zu sich ist, wird sich auch das eine oder andere mal wiederfinden. Eine interessante und unterhaltsame, aber ganz sicher nicht oberflächliche, Lektüre. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Band 4.
Petra Hölzle


Was ist es, das mich an Christine Matouscheks Büchern immer so fasziniert, dass ich sie erst ausgelesen aus der Hand legen mag? Dass ich kaum das nächste „Frontal“ erwarten kann? Ihre Gabe, aus der Perspektive der unterschiedlichsten Personen glaubwürdig schreiben zu können? Dass sie zu zeigen vermag, wie wir oft eitlen Zielen hinterherjagen? Ist es die oft nur allzu menschliche Normalität, die wir in ihren Geschichten wieder erkennen oder auch erinnern können? – Zwei Geschichten haben es mir diesmal besonders angetan: „Eine Frau geht seinen Weg“ und „Ein Mann geht ihren Weg“, doch bitte selber lesen! Ich weiß jedenfalls, wem ich „Frontal 3“ gerade wegen dieser beiden Geschichten schenken werde.
Dietmar Holzapfel


Lots of laughing
Um in der Web-Sprache zu sein *LOL* trifft voll auf Matous "Dreier" zu. Allerdings würde "Lachen alleine" deutlich zu kurz gesprungen sein. Wie schon in Frontal 1 und 2 entdeckt der interessierte Leser, jede Menge Hintergründiges und erkennt sich, ob er will oder nicht, häufig selbst. Mir hat das Bändchen eine Zugfahrt von Aschaffenburg nach München deutlich versüsst, es ist noch nicht im Regal gelandet, sondern verdient ein baldiges zweites Lesen.
Günter Guderley


Der Rückspiegel
Da ist es nun also, das vom Leser der vorangegangenen köstlichen Frontal l und Frontal 2 - Büchlein, sehnlichst erwartete und ihm versprochene "Frontal 3"
Und wieder hat es die Autorin trefflich verstanden uns die unterschiedlichsten Themen aus unserem beruflichen und privaten Umfeld, bunt, heiter, tiefsinnig, gewürzt mit viel Humor und Ironie und einer trefflichen, der jeweiligen Situation angepassten, farbenreichen Sprachpalette, nahe zu bringen.
Ein äußerst amüsanter und kurzweiliger Blick in den Rückspiegel vieler eigener Erlebnisse und Erfahrungen!
Gelesen an einem verregneten Sommerurlaubstag, erfüllt es selbst einen solchen mit großer Heiterkeit und man verzeiht Petrus seine Wetterlaune, angesichts der Freude über das neuerliche große Amüsement.
Infiziert vom "Matou-Bazillus" freut man sich schon heute auf Frontal 4
Horst Spindler


Frontal 3
Wer Christine Matouscheks „frontale“ Beobachtungen verfolgt, der wird auch nach Lektüre der Nr. 3 nicht daran zweifeln, dass es für eine Nr. 4 an Geschichten nicht mangeln wird. Mit klarer und kräftiger Sprache – so manchen Arsch benennend, um es in der von ihr gewohnten Deutlichkeit zu formulieren – nimmt sie uns wieder mit in den Spiegelsaal der Eitelkeiten und auf die Kunstledercouch der Gewohnheiten. Sie gibt uns mit ihren Alltagseinblicken in das private und das berufliche Leben so manchen Grund zum schadenfrohen Grinsen – und anschließend lenkt sie unseren Blick auf die Hundescheiße, in die wir gerade getreten sind. Kurzum. Eine Lesespaß zum Abgleich mit eigenen Erfahrungen und Erlebnissen.
Dr. Siegfried Schick


Mit dem neuesten Frontal in der Hand auf zum Abendessen mit Gattin zum Japaner Sushi-Essen. Im Wechsel zwischen Sushi-Röllchen, Spießchen und den Tangzubereitungen zwischen den Stäbchen, je ein Stück aus dem neuen Frontal am Tisch zum Besten gegeben: Abwechslungsreich in Witz, Themen und Schärfe, gelegentlich kommt auch etwas süßeres, erheiterndes (auf den Tisch und) zur Lesung. Aber Blick und Analyse der Autorin sind untrüglich, scharf und frontal an der menschlichen Umwelt dran. Für die japanische Übersetzung der „Frontal-Reihe“ schlage ich deshalb den Titel „wasabi“ vor.
Rudi Büttner


Ertappt
Ich blättere etwas abwesend in Frontal 3, die ersten beiden Bände kenne ich noch nicht. Bei dieser Art blättern landet man leicht in der Mitte des Buches, die Geschichte beschreibt einen "Sonntagmorgen". Jetzt ist meine Aufmerksamkeit geweckt. Noch nie habe ich eine Stellung so nett beschrieben gelesen "dass sich alles quasi hinter ihrem Rücken abgespielt hat". Mein Interesse ist geweckt. Und ich entdecke eine Autorin, die so leicht und locker mit den Randgebieten der deutschen Sprache umgeht, dass es eine wahre Freude ist.
Und dann fühle ich mich ertappt. Wieso beschreibt sie mich, sie kennt mich doch gar nicht. Und das nicht nur in einer ihrer amüsanten, rotzfrechen Beobachtungen, nein, gleich in mehreren. Pfui, sie hat mich entlarvt, als deutschen Bürger im absoluten Mittelfeld. Und so entlarvt sie uns alle, frech, schnoderrig, liebenswert.
Helmuth Uther


Sprühende Einfälle kennzeichnen die Texte der Christine Matouschek. Sie sind geistreich, witzig, humorvoll, wos angebracht ist rotzfrech, auch mal schadenfreudig, aber mit einem unerwarteten Schwenker ins Verstehende, und man fühlt sich ertappt und schämt sich der eigenen hämischen Gedanken. Sie kann auch sehr entlarvend sein: Woher weiss die Frau, wie ich mich gebe? Sie kennt mich doch nicht?
Ihr Umgang mit der Sprache ist umwerfend. Sie gibt Wörtern einen neuen Sinn, bastelt sie unbekümmert zu neuen Gebilden. Die Lektüre ist Genuss pur. Es empfiehlt sich, immer einen Vorrat Ihrer Bücher daheim zu haben. So kommt man nie in Verlegenheit, wem man was schenken will.
Angi Egli


Wieder einmal ist Matou ein großer Wurf mit Frontal 3 gelungen. Genau passend zum Weihnachtsfest lässt sie ihre spritzigen und kurzweiligen Geschichten aus der Feder. Ich kann es nur jedem empfehlen - knackig und ohne Rücksicht auf Verluste - halt so wie wir sie kennen.
Jutta Wüllner


Frontal 3 ist (neben Frontal 1 und 2) wieder ein gelungener 122seitiger bunter, kurzweiliger, humorvoller und satirisch gewürzter "Blumenstrauß", den Sie bei jeder Gelegenheit nicht nur sich selbst, sondern auch anderen schenken können. Ein Buch für alle Fälle. Oft findet man sich selbst erwischt (z. B. S. 9) und wenn nicht, fällt einem garantiert jemand ein, dem Christine Matouschek aufs Maul geschaut hat. Dieser "Blumenstrauß" verwelkt nicht.
Werner Grimm